Die Wahrheit über die Nahe (2) – die Roten und Exoten

Machen Sie die Probe aufs Exempel: fragen Sie ihren Freundeskreis ab: ‚Nenne mir drei Weingüter von der Nahe!‘ Die Antwort dürfte erstaunlich oft lauten: ‚Dönnhoff, Emrich-Schönleber, Schäfer-Fröhlich‘, wobei letzteres häufiger durch Diel ersetzt werden dürfte, manchmal vielleicht durch Gut Hermannsberg, bei Jüngeren auch durch Tesch. Was haben alle diese Betriebe – außer Diel – gemein? Sie sind ausschließlich für Weißwein bekannt. Wenn sie überhaupt Rotwein machen, dann quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Und das ließe sich erweitern: Joh. Bapt. Schäfer, Kruger-Rumpf, Jakob Schneider, K. H. Schneider: gefühlt reine Weißweinproduzenten, haben auch diese großen Namen maximal fünf Prozent rote Reben im Portfolio und stellen sie selten auf den Probentisch.

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Riesling 2008: Ten Years After

Kurz bevor das Jahr vorüber ist und aus zehn dann elf geworden wären, konnte ich letzten Freitag noch ein paar Weinfreunde zu einer ‚Ten-Years-After-Probe‘ einladen: 2008er Riesling GGs eine Dekade gereift. Meine Erwartungen waren gemischt. Ich habe wenig 2008 im Keller. Als der Jahrgang damals erschien, waren die Stimmen verhalten, meine Kauflust auch.

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Die Wahrheit über die Nahe

Heute erscheint die neue Ausgabe des Gault&Millau Weinguides, an dessen Entstehung ich  mitgearbeitet habe. Über 1000 Weine habe ich verkostet, viele Einsichten gewonnen und formuliert. Manche Erkenntnis kann man im Weinguide jedoch nicht vermitteln, das Format ist auf die Bewertung einzelner Weingüter ausgerichtet. Zum Glück habe ich noch mein Blog. Machen Sie sich also bereit für die Wahrheit über das Weinanbaugebiet Nahe! Die Wahrheit über die Nahe weiterlesen

Feuerspucker im Säureparadies

Es ist eine simple Wahrheit, die Antonio Rallo da ausspricht: ‚Am Ätna ist ausreichende Säure nie ein Problem!‘ Klingt einfach, ist einfach, und hat doch große Wirkung: ein Glücksgefühl, bei mir, dem Säurefreak. Feuerspucker im Säureparadies weiterlesen

Geleimt, aber glücklich

Zu einer ‚once in a lifetime‘-Probe lud Wilhelm Weil per E-Mail ein und ich hätte misstrauisch werden müssen, denn eigentlich ist der Mann viel zu bescheiden, um derart auf den Schlamm zu hauen. Aber mir waren die Sinne ein bisschen vernebelt, schließlich war ich schon einmal zu einer Probe auf dem Weingut Robert Weil geladen, die sich – weit weniger pompös angekündigt – als ein Highlight meines Weinlebens entpuppte. Geleimt, aber glücklich weiterlesen