Wann ist ein GG ein GG? (2)

Der erste Teil meines Kommentars zur aktuellen Entwicklung des Grossen Gewächses nach VDP-Statut litt unter einem Mangel an Meinung. Das ist beim zweiten Teil nicht der Fall: Als ich dieses Jahr aus Wiesbaden abreiste, hatte ich ein leichtes Grummeln im Bauch. Das lag nicht an der Qualität der gezeigten Weine, eher an Bezeichnungen und Präsentationsform. Das GG läuft wie geschmiert, aber mittlerweile zu oft in die falsche Richtung.

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Die Wahrheit über die Nahe (2) – die Roten und Exoten

Machen Sie die Probe aufs Exempel: fragen Sie ihren Freundeskreis ab: ‚Nenne mir drei Weingüter von der Nahe!‘ Die Antwort dürfte erstaunlich oft lauten: ‚Dönnhoff, Emrich-Schönleber, Schäfer-Fröhlich‘, wobei letzteres häufiger durch Diel ersetzt werden dürfte, manchmal vielleicht durch Gut Hermannsberg, bei Jüngeren auch durch Tesch. Was haben alle diese Betriebe – außer Diel – gemein? Sie sind ausschließlich für Weißwein bekannt. Wenn sie überhaupt Rotwein machen, dann quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Und das ließe sich erweitern: Joh. Bapt. Schäfer, Kruger-Rumpf, Jakob Schneider, K. H. Schneider: gefühlt reine Weißweinproduzenten, haben auch diese großen Namen maximal fünf Prozent rote Reben im Portfolio und stellen sie selten auf den Probentisch.

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Die Wahrheit über die Nahe

Heute erscheint die neue Ausgabe des Gault&Millau Weinguides, an dessen Entstehung ich  mitgearbeitet habe. Über 1000 Weine habe ich verkostet, viele Einsichten gewonnen und formuliert. Manche Erkenntnis kann man im Weinguide jedoch nicht vermitteln, das Format ist auf die Bewertung einzelner Weingüter ausgerichtet. Zum Glück habe ich noch mein Blog. Machen Sie sich also bereit für die Wahrheit über das Weinanbaugebiet Nahe! Die Wahrheit über die Nahe weiterlesen