Riesling GG 2007 – zehn Jahre danach

Vergangenen Freitag veranstaltete ich – quasi auf den letzten Drücker – eine Zehn-Jahre-danach-Probe mit trockenen deutschen Rieslingen. Eigentlich hat bei mir schon die Rotweinsaison begonnen, doch durch die umfangreiche Arbeit für den Gault&Millau Weinguide im Spätsommer hatte ich keine frühere Gelegenheit, die Veranstaltung durchzuführen. Und absagen wollte ich diese ewig lang vorbereitete Probe auf keinen Fall.  Riesling GG 2007 – zehn Jahre danach weiterlesen

Hintertupfinger Sankt Dingenskirchen

Am Vorabend der ProWein war ich auf der Falstaff BigBottle Party. Die litt sehr darunter, dass es trotz Ankündigung nicht wirklich etwas zu essen gab, was die meisten Menschen, so auch mich, vom Trinken abhält. Vor der Party stand aber die Tischpräsentation und Verkostung mit 100 Weingütern, darunter so klangvolle Namen wie Angelo Gaja oder Tenuta San Guido. Sassicaia 2008 aus der Magnum war großartig, junger Barolo von Gaja auch. Und dann war da noch der Wolfsheimer Sankt Kathrin Silvaner. Nein, das steht nicht synonym für ein Heer belangloser Weine als vinophiles Äquivalent zu ‚Hintertupfing‘ – den Wein gibt es wirklich und mich (als bekennenden Silvanerfan) hat er fast so berührt wie die großen Roten aus Italien. Martina Bernhard ist nach abgeschlossener Winzerlehre vor kurzem ins elterliche Gut eingestiegen und bringt ein paar neue Ideen ein. Aus denen entstand dieser besondere Silvaner. Ein Teil der Trauben ist maischevergoren, der Rest gepresst und zum Teil im Stahl, zum Teil im Holz vergoren. Am Schluss wurde cuvetiert. Das Ergebnis begeisterte mich nachhaltig. Hintertupfinger Sankt Dingenskirchen weiterlesen

Versöhnung in orange

2015 war das Jahr, in dem ich mich mit Orange Wine versöhnte. Ich glaube, das hat einen banalen Grund: ich habe die richtigen getrunken. Die richtigen wohlgemerkt, nicht die guten, obwohl eine Menge gute darunter waren. Aber gute Orange-Weine hatte ich auch vorher schon getrunken. Versöhnung in orange weiterlesen