Ich moderiere am Wochenende eine nicht alltägliche Champagnerprobe und es sind noch ein paar Plätze frei. Also etwas Werbung in eigener Sache.
Freitag und Samstag (9./10. Oktober 2026) ist wieder Champagner-Pop-up. Und weil ich regelmäßig gefragt werde, was denn ein Pop-up ist hier endlich eine schriftliche Erklärung. Eine Pop-up-Gastronomie ist eine Gastronomie, die nur vorübergehend an einem Ort aufmacht, an dem normalerweise keine oder eine ganz andere Gastronomie beheimatet ist. Ein Champagner-Pop-up ist entsprechend eine zeitlich begrenzte Champagnerbar an einem Ort, wo normalerweise keine Champagnerbar ist. Nachdem die ersten beiden Ausgaben des Berliner Champagner-Pop-up im Gasometer stattgefunden haben, istder Ort der Wahl diesmal die Location ‚Falscher Hase‘ an der Hasenheide in Neukölln.
Im Rahmen des dritten Berliner Champagner-Pop-ups moderiere ich wieder eine Verkostung. Ich freue mich extrem auf die Probe. Nicht, weil es die nächste ist und es noch Karten gibt, sondern weil es die tollste ist. Ich habe mich auf alle bisherigen gefreut und alle mit Herzblut moderiert, aber die Zielgruppe waren meist Menschen, die die Gelegenheit ergreifen wollten, einmal im Leben etwas Besonderes ins Glas zu kriegen, ohne ganze Flaschen zu horrenden Preisen kaufen zu müssen. Dom Perignon vertikal, Krug und Cristal horizontal, Querschnittiges von Cedric Bouchard oder Ulysse Collin, das waren unglaubliche Proben, die aber alle den Nachteil für mich (und Vorteil fürs Publikum) hatten, dass ich ziemlich genau wusste, wovon ich rede. Bis auf einzelne Weine (spektakulärst: Dompi aus meinem Geburtsjahrgang aus der erkennbar perfekten Flasche) hatte ich das alles schon im Glas gehabt.
Eine lehrreiche Probe – auch für den Moderator
Jetzt darf ich endlich über Bubbles referieren, von denen ich keine Ahnung habe. Ich kokettiere ein wenig. Genau genommen sind in der Probe bei diesem Champagner-Pop-up einige Weine, die so wahnsinnig rar sind, dass ich sie trotz Eintrag auf meiner Bucket-List noch nie im Glas hatte. Manchmal sind alle anderen Schöpfungen des Winzers leicht erhältlich und ausgerechnet die beiden Ausnahmen hatte ich schon im Glas, insofern kann von ‚keine Ahnung‘ keine Rede sein. Aber der Reihe nach.
Sechs Champagner wollen wir gemeinsam verkosten. Es werden Probeschlucke ausgeschenkt (vier bis fünf cl), schließlich ist das eine Probe und keine Druckbetankung und bei diesen Weinen wird der eine oder andere den Spucknapf ungenutzt lassen wollen. Wenn sich nicht kurzfristig Änderungen ergeben, weil Sascha eine Flasche fallen lässt, sind diese Champagner vorgesehen:
- Frederic Savart, Haute Couture 2021
- Suenen, Blanc de blancs Grand Cru Cramant, Les Robarts 2018
- Marie-Noëlle Ledru, Ambonnay Grand Cru
- Christophe Baron, Les Dessus Du Bois Marie 2015
- Egly-Ouriet: Les Crayères Vieilles Vignes Grand Cru Blanc de Noirs Brut
- Chartogne-Taillet Les Barres 2020
Ich werde hier keine großen Erklärungen beifügen. Wer von keinem der Weine bisher gehört hat, lernt am Wochenende halt am meisten. So viel sei gesagt: ein nicht mehr existentes Weingut, zwei quasi nur mit Waffengewalt in Besitz zu bringende Top-Tropfen populärer Edelerzeuger, zwei der besten und außergewöhnlichsten reinsortigen Pinot Meuniers – einzig der Suenen ist ‚nur‘ das Spitzenprodukt eines aufstrebenden und viel gewürdigten Winzers, das man zufällig aktuell in Deutschland noch kaufen kann. Dafür können wir die Probe dann auch unter 250 Euro lassen (249,- Euro, inklusive Wasser und Moderation).
Ich freue mich auf zwei leckere und lehrreiche Veranstaltungen am Freitag und Samstag. Karten gibt es hier. Wer nur so zum Champagner trinken, Kleinigkeiten naschen und Smalltalk halten vorbeikommen will, sollte sich dort eine einfache Eintrittskarte sichern. Die Plätze sind limitiert, die Abendkasse wird vermutlich nicht öffnen.

