Deutsche Weinlagen

Klöckner vor, Eigentor!

Das Deutsche Weinrecht wird grundlegend vermurkst reformiert und keinen interessiert‘s – oder bin ich nur nicht mehr in der richtigen Blase unterwegs?

Die gute Nachricht vorweg: zum Klimaschutz ist dem Gesetzgeber im Rahmen der Neuordnung des Weinrechts in Deutschland ein guter Trick eingefallen. Der Zuwachs an Rebfläche bleibt begrenzt, auf jährlich 300 Hektar – für ganz Deutschland. Sie wollen sich nicht mit Ihrem Nachbarn um Kontingente prügeln? Kein Problem. Pflanzen Sie PiWis. Die sind explizit ausgenommen. Sie dürfen so viel neue Weinbergsfläche mit den pilzwiderstandsfähigen, im Anbau umweltschonenden Rebsorten bepflanzen, wie sie wollen. Leider fehlt immer noch die Akzeptanz des Verbrauchers, Hashtag #PiWiChallenge. Also jetzt bitte alle mal aus dem Quark kommen und in 2021 mindestens einen Cabernet Blanc, einen Souvignier Gris, einen Sauvignac und einen Johanniter probieren. In Rot dazu einen Cabernet Cantor (Achtung: Cubin, Dorsa oder Mitos sind keine PiWis!). Und was gefällt wird gefälligst blind den Freunden ins Glas gespült.

Das System ist am Ende

Prädikat Spätlese

Der Rest ist allerdings schwierig. Der VDP hat den Kampf verloren und sein Kampf war einer für die gerechte Sache. Die hat mit Herkunft zu tun. Je enger die Herkunft, desto edler das Gewächs, lautet das Credo des sogenannten romanischen Weinrechts. Das germanische lautet hingegen: je süßer die Traube bei der Ernte, desto besser der Wein. Es ist dabei wurscht, ob die Rebe als Müller-Thurgau auf dem Kartoffelacker oder Riesling am Schloss Johannisberg steht und ob der Zucker später im Wein immer noch Zucker oder zu Alkohol vergoren ist – Hauptsache die Traube war süß. Weil das durch bandenmäßig organisierte Rosstäuscher einige Kellereien und Genossenschaften dazu verwendet wurde, Unmengen übelster Plörre mit der scheinbar illustren Bezeichnung ‚Spätlese‘ auf den Markt zu bringen – und weil König Riesling in eine Liga mit Ortega und Kerner gezwungen wurde –, gilt der deutsche Sonderweg seit Jahren als gescheitert. So gescheitert, dass auch die skrupellosesten unter den Marktteilnehmern Lust auf Veränderung haben. Auf dass sie von neuem den von Qualitätserzeugern hart erarbeiteten Ruf ausnutzen können.

Wie gründlich die Masche abgerockt ist tief der Karren im Dreck steckt, verdeutlicht ein Blick auf die Zahlen: Von 2008 auf 2018 steigerte sich der Gesamtexport aller EU-Weinländer in Nicht-EU-Länder von 17,3 auf 22,6 Millionen Hektoliter. Dank gleichzeitig erzielter Preissteigerung verdoppelte sich der Wert dieser Exporte sogar beinahe von 6,1 auf 11,6 Milliarden Euro. Deutschlands Anteil schrumpfte von 2,2 auf 1 Million Hektoliter, der Durchschnittspreis stieg zwar auch hier, jedoch deutlich geringer, so dass der Gesamtwert von 434 auf 307 Millionen Euro abnahm.

Herkunftsbasiertes Neuland

Burgunder Grand Cru

Halbfreiwillig (Druck entstand durch (Selbst-)verpflichtung zur europäischen Harmonisierung) stellen wir Deutschen jetzt auf ein romanisches System um, mit Ausnahmen, Übergangsfristen und ‚Traditionellen Begriffen‘, die einen raschen, vollständigen Abschied vom Prädikatssystem unwahrscheinlich machen. Dabei setzte die Politik zunächst auf Runde Tische und versprach die Wünsche aller Marktteilnehmer zu berücksichtigen. Die Interessen der Großen erwiesen sich mittlerweile aber als gleicher. Das neue Gesetz schafft gute Vorraussetzungen richtig Schaden anzurichten. Knackpunkt ist dabei die Definition, Verwendung und Kennzeichnung von Lagen, besonders die auch bisher schon problematische Deutsche Erfindung der Großlage.

Vereinfacht ausgedrückt schafft der Gesetzgeber dem EU-Recht folgend jetzt Vorraussetzungen für die Einführung von ‚Geschützten Ursprungsbezeichnungen‘ wie wir sie aus Frankreich (‚Sancerre‘) oder Italien (‚Chianti‘) kennen. Die ersten neuen Schutzgemeinschaften werden die klassischen Anbaugebiete sein. Das neue Recht regelt zusätzlich den Rahmen innerhalb dessen diese Schutzgemeinschaften die weiteren Stufen beschließen. Dabei drängten bandenmäßig organisierte Rosstäuscher einflussreiche Marktteilnehmer darauf, dass die Stufe Region/Großlage erhalten bleibt.

Trittenheimer Apotheke

Das Beispiel des Ministeriums ist stets: Gebiet: Mosel, Region: Michelsberg, Ort: Trittenheim, Lage: Trittenheimer Apotheke. Qualitätserzeuger hätten gerne auf den Michelsberg verzichtet, klingt der doch zu sehr nach Lage. Die Befürworter hingegen hätten gerne zusätzlich so viel Gestaltungsfreiheit bei der Auszeichnung, dass dieses Missverständnis möglichst sicher entsteht das ganze hübsch aussieht. Wichtiger Nebenkriegsschauplatz: der Ortsname. International verzichten die besten Lagen auf den Ortsnamen. Im schlimmsten Fall wird das neue Gesetz in Deutschland das Gegenteil vorschreiben: die Apotheke muss verpflichtend ein ‚Trittenheimer‘ voran führen, während der Michelsberg solo steht, auf dass jeder frankophile Weinfreak denkt, letzterer sei das wahre Aushängeschild deutscher Rieslingkunst. Zusätzlich steht weiterhin im Raum, auch Dornfelder und Bacchus mit Einzellagenaufhübschung zu versorgen. Eine Beschränkung auf edle Rebsorten wird wohl scheitern.

Dummerweise hat der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP), Vereinigung führender Erzeuger des Landes, mit seiner Herkunftspyramide über Jahre vorgearbeitet und neues Renommee basierend auf der Lage statt des Prädikats aufgebaut, ohne sich das ganze ausreichend schützen zu lassen. Ihm zur Ehrenrettung sei gesagt, dass er das auch gar nicht konnte, weil der Gesetzgeber die Privilegien besitzt, die er braucht, um den Markt zu ordnen. Der VDP konnte sich nur Begriffe schützen lassen, die den Handlungsspielraum des Gesetzgebers nicht über Gebühr einschränken. Mit der ‚Maxime Herkunft‘ in Rheinhessen gab es immerhin schon eine Blaupause der friedlichen Ko-Existenz von Herkunftspyramiden mit und ohne VDP-Signet. Der Verband klang entsprechend verhalten optimistisch, als er seinen Präsidenten Steffen Christmann vor einem Jahr per Pressemitteilung verkünden ließ:

‚Die VDP.Prädikatsweingüter und eine Vielzahl weiterer Erzeuger, die sich den gleichen, qualitätsvollen, herkunftsgeprägten Idealen verschrieben haben, sind zu einem Kompromiss bereit und unterstützen bis auf Details den Vorschlag des DWV als ersten zielführenden Schritt für einen international zukunftsfähigen deutschen Weinbau.‘

Gleichzeitig schob Christmann die unverhohlene Drohung nach:

‚Sollte auf dieser Basis keine Einigung erfolgen und dadurch erneut die notwendigen Schritte verhindert werden, wird die Zukunft des deutschen Weinbaus in dem Beschreiten unterschiedlicher Wege liegen, da sehr viele Erzeuger nicht bereit sind, sich erneut auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner, voller Verwässerungen und Parallelitäten ein zu lassen.‘

Zur Erläuterung: der Kompromissvorschlag des DWV (Deutscher Weinbauverband) sah die Zustimmung zur Großlage vor, einhergehend mit Kennzeichnungspflichten, die Missverständnisse und Tricksereien sehr erschwerten. Christmann machte also klar: sollten sich die Interessen des VDP nicht ausreichend im finalen Gesetz niederschlagen, werde man sich außerhalb des gesetzlichen Rahmens ein eigenes Nest bauen.

Auf zum fröhlichen Tricksen

Ein Jahr später rückt diese Eskalation in greifbare Nähe. Das Gesetz ist verabschiedet, es geht an die finale Fassung der Durchführungsverordnung. Und die Politik vergibt mit der neuen WeinVO die Lizenz (insbesondere an bandenmäßig organisierte Rosstäuscher  besagte Kellereien und Genossenschaften) die Kuh zu schlachten, die man auch gemeinsam hätte melken können. Das Problem ist weiterhin die Großlage. Diese soll zwar als solche Gekennzeichnet werden, doch in der Durchführung favorisiert die Politik Varianten, die als klassisches Feigenblatt gelten müssen. Steffen Christmann klingt entsprechend schriller in der neuesten Verlautbarung des VDP:

‚Um den Konsumenten eine nachhaltige Profilierung zu vermitteln, ist es unabdingbar, dass Lagennamen ausschließlich für die beste Kategorie verwendet werden und von allen anderen Herkunftsebenen eindeutig zu unterscheiden sind. Deshalb ist es richtig, dass bei der Bezeichnung von Großlagen, die teilweise so groß sind wie drei Anbaugebiete, stets und leicht erkennbar der Zusatz Region auf allen Etiketten verwandt wird. Die im Entwurf vorgesehenen 1,2mm sind hier eindeutig zu klein und kaum lesbar. Wir plädieren dafür, dass dies in gleicher Schrift, Farbe und Größe, mindestens jedoch 2/3 der Größe des Lagennamens (Einstimmiger Kompromiss des DWV) erfolgen muss. Der Vorschlag gar, dies nur auf dem Rückenetikett machen zu müssen, wäre eine Katastrophe für den deutschen Spitzenwein.

Die großen Lagennamen des deutschen Weines, wie Kirchenstück, Scharzhofberg, Ungeheuer, Marcobrunn, Pulvermächer, Stein oder Winklerberg werden mittlerweile im allgemeinen Sprachgebrauch, aber auch in der Etikettierung auf dem Frontetikett fast immer ohne Ort genannt, wie die Grand Crus aus Frankreich. Also nicht mehr Forster Ungeheuer oder Ihringer Winklerberg. Auch wenn der Ort jetzt wieder hinzugefügt werden muss, werden die Verbraucher lange Zeit benötigen, um dies zu verinnerlichen.

Wenn nun Großlagen auf dem Vorderetikett nur mit dem Namen der Großlage ohne den Begriff Region bzw. diesen in winziger Schrift bezeichnet werden, ist das eine Verbrauchertäuschung. Steht also ein Hofstück (Großlage mit 1600ha) für 2,50-5€ neben einem berühmten und gesuchten Kirchenstück (Einzellage mit 3ha für 30-100€) ist das weder unterscheidbar noch hinnehmbar. Verbraucher werden in die Irre geführt und der faire Wettbewerb unter den Erzeugern wird ausgehebelt.‘

Auch das GG wird gefleddert

Gleichzeitig plant die Politik die Aufnahme der Begriffe ‚Großes Gewächs‘ und ‚Erstes Gewächs‘ in das Weinrecht – in den aktuellen Beschlussvorlagen tauchen sie allerdings noch nicht auf. Dabei soll es den Betrieben mehr oder weniger selbst überlassen bleiben, was sie als solches füllen, wachsweiche Qualitätsanforderungen stellen keine hinreichende Qualitätssicherung dar, oder wie Christmann es formuliert:

‚Der jetzt vorgelegte Entwurf zur Aufnahme der Begriffe Großes Gewächs und Erstes Gewächs in die WeinVO orientiert sich eins zu eins an den Kriterien der gescheiterten, an gleicher Stelle verankerten, Selection. Nun schlichtweg ein gescheitertes Konzept mit den gleichen Parametern auf einen erfolgreichen Namen umzutaufen, ist untauglich. Nicht nur das, es ist sogar schädlich und der Misserfolg ist vorprogrammiert.‘

Es finden diesbezüglich noch Gespräche im Weinbauverband statt, doch wer sich Ministerin Klöckner anhört, der wird kaum Optimismus entwickeln. In dieser Rede vor dem Deutschen Bundestag legte Sie ihre Motivation dar (Zitiert nach Pressemitteilung):

‚Mit ihren Weinen stehen unsere heimischen Winzer im internationalen Wettbewerb. Mit der Änderung des Weingesetzes wollen wir dazu beitragen, die Marktanteile wieder auszubauen – national wie international. Dabei steigen wir ein in ein neues System des Weinrechts, setzen auf eine stärkere Herkunftsprofilierung der Weine.‘

Ein neuer Anstrich reicht nicht

Als die Deutsche Automobilindustrie Ende der 80er/Anfang der 90er in die Krise schlitterte, weil die zunächst verspotteten Japaner bessere Qualität zu günstigeren Preisen boten, reagierte die Politik gemeinsam mit der Wirtschaft auf allen Ebenen: Exzellenz-Initiativen, Forschungsprogramme, Standortförderung. Frau Klöckner (als federführende Ministerin) ist anscheinend der Meinung, die Weinbranche käme ohne all das aus, denn neben einem neuen Bezeichnunsgrecht hat sie nur noch die Erhöhung der Absatzförderungsbudgets als zweiten Pfeil im Köcher. Nirgendwo passt der Volksmund besser als hier, nennt er so etwas doch ganz allgemein ‚Alter Wein in neuen Schläuchen‘ – Sinnbild für sinnloses Handeln. Da die bandenmäßig organisierten Rosstäuscher einschlägig erfahrenen Produzenten aber vermutlich kurzfristigen Erfolg haben werden, ist der zwischenzeitliche Aufwärtstrend, den Frau Klöckner für den nächsten Karriereschritt braucht, wohl gesichert.

Riesling GG ohne Ortsnamen

Der VDP wird es überleben. Meine Vermutung: sobald die Zahl der bezeichnungstechnischen Unverschämtheiten zu hoch wird, erleben wir den harten Schnitt. VDP.Grand.Cru und VDP.Premier.Cru wären mögliche Ersetzungen für GG und Erste Lage. Leider wäre der Pechstein VDP.Grand.Cru damit nicht gerettet, der müsste wohl ‚Forster Pechstein’ VDP.Grand.Cru heißen. Die Umbenennung würde Geld kosten, doch die harte Linie gegenüber dem Gesetzgeber brächte auch Prestige und sicher viel kostenlose PR. Auf der Strecke blieben die Seehofs und Klundts dieser Welt, also jene rund 800 deutschen Qualitätserzeuger außerhalb des VDP deren Morstein und Kastanienbusch bisher vom Ruf der VDP-GGs profitierten. Der Weg zum – dieses Mal vermutlich besser geschützten – VDP-Leuchtturm wäre verbaut. Stattdessen dürften sie hilflos mit ansehen müssen, wie bandenmäßig organisierte Rosstäuscher einige Kellereien und Genossenschaften in Nullkommanix die deutschen Lagen mit allerlei Hofstück-Reserven und Müller-Thurgau GGs zugrunde richten. Und bis alle gemerkt haben, dass man aus Scheiße keine Bonbons machen kann, indem man ein bisschen buntes Zellophan drum wickelt, ist Frau Klöckner Bundeskanzlerin.

Anmerkung: es gibt viele gute Genossenschaften in Deutschland, die ihre Weine ohne Tricksereien auf dem Etikett an anspruchsvolle Verbraucher vermarkten können und dabei gute Preise erzielen. Es sollte aus dem Text ersichtlich sein, dass ich das weiß und nicht pauschal gegen Genossenschaften agitiere.

7 Gedanken zu „Klöckner vor, Eigentor!“

  1. Ich stelle aktuell besonders in A und I fest, daß immer mehr Weine den aus rechtlicher Sicht qualitativen Abstieg in die Landwein- und Weinebene vollziehen, was nach Auskunft einiger Winzer nicht unbedingt geschäftliche Nachteile mit sich bringt; das realisiere ich in D auch schon in derzeit noch geringerem Maße, mal sehen, wie z.B. die qualitätsweinabhängigen VDP-Produzenten darauf reagieren. Wir werden uns wohl künftig damit anfreunden müssen, daß die besten Sachen, die der Weinbau so produziert, bezeichnungstechnisch mehr und mehr nur drittklassig sind und daß man sich Informationen über die tatsächliche Herkunft etc. aus sekundären Quellen besorgen muß, da diese dann nicht mehr auf dem Etikett angegeben werden dürfen. Das wird für den weinaffinen und entsprechend informierten Teil der Konsumenten mehr oder weniger Wurscht sein, die Etikettentrinker werden womöglich das Nachsehen haben…

    1. Ich habe eine Kolumne für ein neues Projekt über die Thematik geschrieben. Das geht hoffentlich demnächst live. Ich mag hier nicht alles wiederholen, was ich in dem Text geschrieben habe, deswegen bin ich etwas schmallippig, poste hier aber einen Link zum Artikel, sobald er erschienen ist. Als Appetithäppchen vielleicht so viel: ich sehe diesen Trend auch, finde ihn aber schwierig bis bescheuert und hoffe, dass er sich nicht flächendeckend ausbreitet. Es lebe die Qualitätsweinprüfung!

  2. Vgl. meinen aktuellen Bericht zum „Terroir“-Gedanken auf Wine.Life.Magazin, der sich ebenfalls mit der Thematik auseinandersetzt.

  3. Es macht keinen Spaß mehr, sich damit zu beschäftigen. Nicht betroffen sind glücklicherweise jene zahlreichen guten Winzer, die sich einen großen, stabilen Privatkudenstamm aufgebaut haben, den sie Jahr für Jahr mit tollen Produkten überzeugen und auch ohne den Image-Adler einigermaßen anständige Preise erzielen können. Der VDP kommt mir hier – bei allen Verdiensten – allerdings zu gut weg. Diverse Betriebe haben den stolzen Adler für Guts- oder auch Ortsweine missbraucht, über die man nur den Kopf schütteln kann. Und er hat keine Anstalten gemacht, da wirklich durchzugreifen. So kann man sein Image auch beschädigen…

    1. Das empfinde ich als klassischen Whataboutismus. Vor 20 Jahren gab es zwei Initiativen zu einer ans romanische angelehnten Herkunftsklassifikation: das Rheingauer Erste Gewächs und das GG des VDP. Ersteres ist gründlich verhunzt, während der VDP seine Klassifikation über die Jahre zu einem System ausgebaut hat, das als Erfolg gelten muss (wie wir die Weine finden ist schlicht irrelevant). Die Durchschnittserlöse pro Liter liegen bei den VDPisten nun mal deutlich höher als bei anderen. Der Gesetzgeber hat in der Zwischenzeit an allem Möglichen gebastelt: Selection, Classic, Cremant Mosel, DC Pfalz uwm. Die sind alle nix geworden. Und natürlich sind die von Dir angesprochenen Winzer betroffen. Deutscher Wein verliert Marktanteile auch im Inland – durch die Bank weg. Die Zeiten, in denen die nächste Generation die Lieferantender Eltern übernimmt, sind vorbei. Jede neue Generation auch in diesen Weingütern kriegt das rauere Marktumfeld deutlicher zu spüren.

  4. Toller Bericht. Danke Felix!

    Schade um das GG. War ein tolles und einfaches Kürzel für guten Wein.

    Klöckner als Bundes(lobby)kanzlerin… Oje, ich sehe es schon kommen.

    Da hilft nur bei der nächsten Wahl das Kreuz irgendwo anders hinzusetzen.

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