Podcst vor Publikum

Blindflug 180: Blind auf dem Boot

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Sascha
legt los
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Felix
übernimmt ab Minute 35

Wir haben im Rahmen der eat! berlin eine Episode vor Publikum aufgezeichnet – mit verschärften Regeln.

Die Idee entstand beim Champagner. Der Blindflug gastiert auf dem Gourmetfestival. Organisator Bernhard Moser hat nicht nur eine großartige Location besorgt, sondern auch den Wein und sogar einen Winzer. Alles etwas anders als sonst, aber Geschichten, die gibt es natürlich trotzdem. Was kann Bordeaux (noch)? Warum findet Felix das Wörtchen ‚Elegant‘ überbewertet?. Hört selbst, mit ein paar mehr Nebengeräuschen als üblich, aber doch gut verständlich.

Sekt der feinsten Art

F.B. Schönleber Doosberg Sekt

Der erste Wein im Glas ist der Doosberg Jahrgangssekt 2015 Extra Brut von F.B. Schönleber aus dem Rheingau. Dieses viel zu oft übersehene Sekt- und Weingut hatten wir schon in Episode 133 und auch da fanden wir das schon gut. Dieser 9 Jahre auf der Hefe ausgebaute Spitzen-Schäumer hat jedes Riesling-Klischee abgeschüttelt und ist einfach nur noch Grand Reserve. Ganz wunderbar und im Kontext spottbillig.

Diels Pinot zeigt zwei Gesichter

Diel Pinot Noir Caroline

Das hatten wir logischerweise noch nie: die beiden Blindflieger diskutieren einen Wein, den jeder aus einer anderen Flasche eingeschenkt bekommen hat und diese beiden Flaschen zeigen völlig verschiedene Gesichter. Das Publikum hatte das schon vorher mitbekommen und uns freundlicherweise irgendwann eingeweiht. Aber da war das Eis eh längst gebrochen und aus der Veranstaltung eine angeregte Diskussion geworden. Der Pinot Noir Caroline 2021 vom Schlossgut Diel konnte sich bei diesem Auftritt nicht das Lob abholen, das ihm eigentlich zusteht. Aber das ist irgendwie beruhigend: Wein ist ein Produkt aus der Natur.

Viel Spaß bei einer neuen Episode unseres Podcasts.

Hier geht es zur Episodenübersicht.

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2 Gedanken zu „Blindflug 180: Blind auf dem Boot“

    1. Danke schön. Vielleicht sollte ich das noch mal etwas vertiefen, weil das meist falsch rüberkommt. Ich halte nichts von Anlassweinen, also nach dem Motto: Barolo ist ein Sonntagswein. Ich trinke auch mal Dienstags Barolo – ganz alleine, weil ich es kann und weil ich e will. Allerdings ist es für mich als Weinkritiker wichtig, die Weine, über die ich mich regelmäßig äußere, auch mindestens gelegentlich zu trinken. Dazu finde ich immer nur Steak auch etwas langweilig, ich esse auch mal ne Stulle. Deswegen achte ich mittlerweile darauf, auch Ortsweine (das schließt dann auch Langhe Nebbiolo ein) im Keller zu haben. Wann ich dann Barolo und wann Langhe Nebbiolo trinke, hängt von Lust und Szenario ab. Meinen letzten Barolo hatte ich auf einen Dienstag und vor zwei Wochen trank ich am Samstag und Sonntag mit größtem Vergnügen Langhe Nebbiolo. Das war allerdings der 21er von Pio Cesare und der war besser als ein Drittel aller Barolo, die ich je getrunken habe. Ich kenne Menschen, die sehr zurückhaltend beim Alkohol sind und tatsächlich nur ein oder zwei Mal pro Woche Wein trinken, Wein aber absolut lieben. Dass die ihre wenigen Slots dann nicht auf einfachere Weine verwenden, kann ich total verstehen. Würde ich vermutlich auch so machen. Bloß aus Reichtum auf die Facetten der Mittelgewichte zu verzichten, würde mir aber eher nicht passieren.

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