Pinot Blaufränkisch Podcast

Blindflug 70: Süßes oder Saures?

Wir trinken zwei sonnenverwöhnte, staubtrockene Rotweine und sprechen über einen Megatrend: den der halbtrockenen Rotweine – definitiv besser als andersrum.

Vorbemerkung: Noch sind ein paar Pakete verfügbar, für das große Blindflug-Live-Tasting am Mittwoch, den 12. Mai um 19.30 auf Instagram (auf dem Account @schnutentunker). Hier könnt Ihr eines bestellen.

Wir müssen über Zucker reden, über versteckten Zucker, um genau zu sein. Halbtrocken bis lieblich ist eine Geschmacksrichtung, die viele mit Oma und Opa assoziieren, also trinken alle trocken. Offiziell. Tatsächlich gewinnt halbtrockener und lieblicher Rotwein an Bedeutung, kommt nicht mehr nur aus Süditalien, sondern auch aus der Toskana oder Süd-Frankreich. Eine wichtige neue Weinplattform scheint den Trend zu befeuern. Wir beschränken uns beim Thema aber auf die Theorie – und versuchen neutral zu bleiben.

Nittnaus’ Tannenberg: die Schokotorte

Nittnaus Tannenberg Blaufränkisch 2013

Nicht neutral bleiben wir indes beim Wein. Sascha schenkt Felix einen schönen Österreicher ein. Tannenberg 2013, Blaufränkisch von Hans und Anita Nittnaus aus dem Burgenland legt eine riesige Schokospur als falsche Fährte aus. Das wirkt etwas eindimensional, deutet aber auch ganz viel Potential an und will vielleicht einfach nur mehr Luft – oder etwas Flaschenreife. Die Tannine sind angenehm, der Alkohol moderat, der Wein trotzdem druckvoll. Das macht auch als Schokobombe schon viel Spaß.

Daniel Bach: 1-Hektar-Boutique

Spätburgunder St. Michaelsberg 2018 von Daniel Bach aus Baden

Felix’ Wein kommt vom Kaiserstuhl, der 2018 mehr Wärme abbekommen hat als so manches Anbaugebiet in Spanien. Sascha tippt beim Spätburgunder St. Michaelsberg 2018 von Daniel Bach aus Baden deswegen auch erst auf einen vier bis fünf Jahre alten Iberer, nicht ohne die Eleganz und den entspannten Trinkfluss zu loben. Am Ende zieht sich der Wein noch während der Aufzeichnung weiter zusammen, wird immer fokussierter und verlangt nach weiterem Nachschenken. Angesichts des Preises von 10,90 Euro und eines noch etwas günstigeren (und vielleicht sogar besseren) 2017ers ist das unser Vorschlag für den Grillwein des Jahres 2021. Da kann man den Gästen einen sehr eleganten Wein anbieten, ohne dass die vielen getrunkenen Flaschen den Geldbeutel über Gebühr belasten.

Viel Spaß bei einer neuen Episode unseres Podcasts.

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14 Gedanken zu „Blindflug 70: Süßes oder Saures?“

  1. Hallo Felix,

    tyfgtfm.
    Danke für das schnelle Feedback. Ich wohne in der Schweiz und hier ist der angesprochene Wein ein Topseller, der mir allerdings nicht so wirklich schmecken mag. Nach Eurem Podcast bin ich jetzt auch in der Lage, mein subjektives Geschmacksempfinden mit Fakten zu unterlegen. Ein Freund von mir wollte partout nicht glauben, dass der Wein nicht trocken ist, ich habe recherchiert und bin auf den Artikel von Jens Priewe gestossen. Und da ich Euch als „Autoren“ zu Wein beide grundsätzlich schätze, war ich verwirrt, dass Ihr so sehr widersprecht.
    Und dann war ich zu faul zum Googeln. Asche auf mein Haupt.
    Wo die 17g/L Restzucker bei 14.5% Alkohol regelmässig Jahr für Jahr wohl herkommen? Wenn ich mir überlege, dass der Amarone von Zenato, den ich im Keller habe, nur 6g/L Zucker bei 16% Alkohol hat, dann ist die Antwort wohl klar und da hätte ich auch selbst drauf kommen können.

    Viele Grüsse
    Christian

  2. Hmmm,
    bzgl der Kommentare zum Primitivo di Manduria von Sessantanni.
    Jetzt verstehe ich folgendes nicht: Jens Priewe, den Ihr ja auch immer wieder gern zitiert, schreibt hier: https://www.weinkenner.de/primitivo-wie-er-besser-nicht-geht-toller-roter-von-alten-reben/ folgendes:
    a) „Aber Rest­sü­ße gehört zu einem Pri­mi­tivo dazu. Sie ist je nach Jahr­gang und Wein­typ mal höher, mal nied­ri­ger. Das Pro­duk­ti­ons­sta­tut des Pri­mi­tivo di Man­duria legt 10 Gramm als Höchst­gren­ze fest.“
    Wie passt das zu den 17g/L Restzucker?
    b) „Und anders als bei lieb­li­chen Dorn­fel­dern oder Por­tu­gie­sern aus Deutsch­land ist die Rest­sü­ße bei die­sem Rot­wein weder zuge­setzt noch künst­lich her­bei­ge­führt. Auf­grund des hohen Alko­hol­ge­hal­tes ist der Wein in der Gärung ein­fach ste­cken­ge­blie­ben.“ Ihr sagt: „Rotwein bleibt ganz selten in der Gärung stecken“. Zusätzlich sprecht Ihr über RTK.
    Was stimmt jetzt? Eure Kommentare oder die von Jens Priewe?

    Viele Grüsse
    Christian

    1. Ja, da bleibt mir doch ein bisschen die Spucke weg. Fängt schon mit der Behauptung an, der Wein sei rar. Nein, es gibt keine Definition von ‚rar‘ auf der Welt, die diesen Wein zu einer Rarität macht.
      Aber darf ich Dich mal ganz offen Fragen, warum Du Deinen Kommentar so formuliert hast, wie Du ihn formuliert hast? Du kannst Dir doch alle Fragen selber beantworten. So viel Google kriegt doch eigentlich jeder hin, oder? Also: lmgtfy!
      18 Gramm sind erlaubt. Eine Quelle mal hier, eine andere hier. Aus letzterer geht auch hervor, dass das schon galt, als Jens seinen Artikel geschrieben hat.
      Der Sessentanni bleibt also verlässlich bei 17 Gramm Restzucker in der Gärung stecken, wo 18 erlaubt sind. Z.B. 2015 und 2017
      Soll ich das wirklich kommentieren?
      Anreichern des Weins ist verboten. Süßreserve in Form von RTK oder Traubenmost gilt weinrechtlich aber nicht als anreichern. Ob das in Italien auch so ist? Das darfst Du dann selber googeln.
      Zu ‚Rotwein bleibt ganz selten in der Gärung stecken‘ hatten wir ja direkt die Quelle genannt.
      Was jetzt stimmt? Da würde mich Deine Meinung sehr interessieren.
      cheers
      Felix

  3. 5 star ratings? Alle erst mal unter Generalverdacht stellen! Neulich habe ich mir auf einer längeren Autobahnfahrt mal einen gut einstündigen Bericht angehört, in dem eine Journalistin über Ihren Selbstversuch als Bewerterin für entsprechende Firmen (vorzugsweise mit Sitz in Malta) berichtet hat. Danach glaubt man erst mal gar nichts mehr…

  4. Danke für die Empfehlung des Garagenweins, gleich mal ne Ladung davon bestellt. So etwas sollte man unterstützen.
    Solche Geheimtipps sind in der letzten Zeit doch deutlich rarer geworden, bzw. nicht selten macht sich dann beim Verkosten Ernüchterung breit. Meistens waren das die Weine aus der Kategorie „Musst du unbedingt mal probiert haben!“

    1. Kenne ich. Ging mir zuletzt mit Saalwächter so. Aber da ist es die Fallhöhe, wenn ein halbes Dutzend Kollegen das auf die Ebene von May oder Sauer heben und Du denkst: ‚Sehr hübsch.‘ Ich hoffe, dass ich deutlich machen konnte, dass ich bei unserem Pinot nicht den neuen Huber ausrufe, sondern einen Wein, den man in großer Runde als eleganten Rotwein für den Grillabend serviert und alle denken: ‚Du bist aber großzügig!‘ weil sie sich nicht träumen lassen, dass der ’nen Zehner kostet 😉
      Sag mal bescheid, wie Dir die Weine gefallen haben.

      1. Lieber Felix,

        vielen Dank für die Empfehlung der Wein-Werkstatt Daniel Bach. Wenn der Spätburgunder, dem ich noch eine Erholung gönne, es annähernd so hinkriegt wie der Weißburgunder, ist er ein echter Geheimtipp. Den Weiburgunder habe ich jetzt über zwei Tage getrunken und er schmeckt nach deutlich mehr als er kostet.

        Häufig finde ich bei Geheimtipps ein Element, das sich sehr hervorhebt und auch von einem größeren Wein stammen könnte, aber das hat häufig nur für kurze Zeit Charme und bald nervt das Ungleichgewicht. Bei dem Weißburgunder von Daniel Bach ist es überhaupt nicht so, sondern Frucht, Phenolik und Holz stehen auf Augenhöhe nebeneinander, wodurch der Wein komplex wirkt, ohne anstrengend zu sein. Es stellt sich ein anspruchsvoller Trinkfluss ein und so wünsche ich mir jetzt auch den Spätburgunder.

        Leider war ich bei der Bestellung etwas zurückhaltend und der Weißburgunder ist mittlerweile überall alle. Da bewegt ihr also offensichtlich etwas, denn zum Beispiel beim Weißer Marmor gingen die Bestände auch erstmal runter.

        Viele Grüße
        Tobias

        1. Hallo Tobias,

          parallel zum Podcast hat Captain Kork noch den 17er Spätburgunder vorgestellt und das hat auch enormen Durchschlag. Wie Daniel so schön schrieb: zwei Berliner haben mir den Keller leer gemacht.
          Manches kann man vorher sagen: Pinot- und Riesling-Schnäppchen gehen immer. Insider-Weine funktionieren auch – ich würd’ den Weißen Marmor mal so nennen, Geheimtipp passt irgendwie nicht, weil es ein etablierter und keinesfalls günstiger, aber nicht so bekannter Wein ist. Da denken die ‚Auskenner‘: Wieso habe ich den noch nie im Glas gehabt? und versuchen das nachzuholen. Andere Dinge sind viel schwerer zu prognostizieren. Warum hat Paul Weltner nur ein paar Flaschen des Silvaners verkauft, obwohl ich ständig von Hörern gefragt werde, wie man denn mal zu guten Preisen an gereifte GGs kommt? Warum haben wir andererseits gefühlt 50 Flaschen Campo alle Comete in die Keller unserer Hörer gespült, obwohl an ordentlichen 60-Euro-Toskanern eigentlich kein Mangel herrscht? Man kann es nicht sagen. Wirklich gespannt bin ich diesbezüglich auf die nächste Folge, warum kann ich natürlich noch nicht verraten 😉
          cheers
          Felix

          1. Deine Einschätzung zum Weißer Marmor trifft zumindest auf mich voll zu. Hatte ich noch nie von gehört und konnte das so nicht stehen lassen. Von Paul Weltner wollte ich mir schon lange den Küchenmeister besorgen, aber er hat keinen eigenen Webshop und war damals nicht bei meinen bevorzugten Händlern gelistet. Ich habe mir dann sogar die Weinliste mailen lassen und fand die alten Jahrgänge auch interessant, aber der kleine Zusatzaufwand verhinderte irgendwie die Bestellung. Jetzt habe ich ihn auch bei Alles-Wein gesehen und das passt. So geht es mir auch bei anderen Winzern ohne Webshop, wie bis vor Kurzem Später-Veit und immer noch Jakob Schneider. Da fällt manche Bestellung deswegen aus, weil man noch eine Mail schreiben und eine Rechnung überweisen müsste. Traurig, aber wahr. Außerdem bin ich auch kein so großer Fan von Bocksbeutel. Das Format verstopft einfach den Kühlschrank.

  5. Dann freue ich mich noch mehr auf zukünftige Blindflüge und zuerst natürlich sehr auf die Verkostung am 12. Mai..

    Primitivo besorge ich mir jetzt bei K&U, wobei mir die Bewertungen bei Vipino eher authentisch scheinen, da sie dazu passen, wie häufig die Weine nach meiner Einschätzung gekauft werden – siehe die drei Seiten bei Sessantanni und die eine Bewertung beim ES – vielleicht sind die Dienstleister aber auch nur sehr geschickt.

  6. Lieber Felix,

    vielen Dank, die letzten drei Blindflüge waren wieder sehr aufschlussreich und unterhaltsam. Die losen Enden fand ich gar nicht so lose und die Aufklärung über zuckrige Rotweine kam gerade zur rechten Zeit.

    Ich hatte mir vor ein paar Wochen in der Webweinschule den Film zu Primitivo angesehen und festgestellt, dass ich zumindest bewusst über 20 Jahre keinen mehr getrunken hatte. Daher wollte ich mir ein paar bei Vipino bestellen und war nicht nur über das hohe Preisniveau erstaunt, sondern noch viel mehr über die extrem positiven Bewertungen der Kunden. Bei mir völlig unbekannten Weinen, die eher nichts für Etikettentrinker sein dürften, aber jenseits der 20 € und auch der 30 € liegen, hätte ich auch mit Stimmen gerechnet, die auf gleiche Qualität zu günstigeren Preisen hinweisen, aber die Begeisterung über die Weine war einhellig sehr groß.

    Daher stieg gedanklich auch schon der Umfang meiner Bestellung – bis ich dann den letzten Blindflug hörte. Jetzt habe ich erstmal bei Daniel Bach eingekauft und bin sehr auf die Weine gespannt.

    Vielleicht habe ich dem Angebot von Vipino damit Unrecht getan, weil dort finden sich leider keine Angaben zum Restzuckergehalt und zumindest der Es hat wohl „nur“ 3 gr., allerdings bei gut 16 %. Bei vielen Händlern wird der Zucker nicht ausgewiesen, aber bei Superiore muss man dafür nicht einmal die einzelnen Weine aufrufen und nach meiner überschlägigen Schätzung liegen die Primitivos dort im Schnitt bei ungefähr 10 gr., was gerade zusammen mit dem hohen Alkohol schon heftig ist. Ich hätte aber wahrscheinlich ohne eure Aufklärung gedacht, dass der Alkohol für die Süße verantwortlich ist.

    Da es auf dem Weg offensichtlich möglich ist, Weine zu erstaunlichen hohen Preisen abzusetzen, werden andere Regionen bestimmt nachziehen, was ihr ja auch schon aufgedeckt habt. Auf die Schnelle hatte ich den Eindruck, dass der eine oder andere Valpolicella auch im Zucker nach oben ausschlägt.

    Auf jeden Fall finde ich sehr gut, wie informativ und kritisch ihr mit dem Thema umgegangen seid. Was mich zu der Aussage aus der vorletzten Folge bringt, man bekäme den Weinjournalismus, den man verdiene. Ich habe jetzt noch die Vinum abonniert und in den letzten Jahren regelmäßig auch Falstaff und sporadisch Decanter gelesen. Man kann dazu sicher über Ursache und Wirkung diskutieren, aber viele Beiträge und zuletzt der Großteil der Vinum hinterlassen bei mir nur noch den Eindruck einer Dauerwerbesendung.

    Ein vielleicht zwangsläufiges Problem des Weinjournalismus ist die häufig fehlende Distanz zwischen den Journalisten/Kritikern und den Produzenten. In anderen Bereichen wäre ein freundschaftliches Verhältnis ein Grund, gerade nicht über das Produkt zu schreiben, und beim Wein wird es schon fast als ein Zeichen besonderer Kompetenz verkauft.

    Wie gesagt, mag das aus den wirtschaftlichen Gegebenheiten heraus nicht anders möglich sein, aber es führt auch dazu, dass es eigentlich keinen schlechten Wein zu geben scheint bzw. bekannte Winzer nicht scheitern dürfen. Ein Musiker darf eine misslungene Platte machen und ein Schriftsteller mal ein belangloses Buch schreiben, auch wenn sie sehr berühmt sind, aber ein Keller darf nicht an einem Wein scheitern. Wie groß war der Aufschrei, als mal jemand meinte, Pichler junior habe einen Jahrgang vergeigt.

    Dafür, dass es um ein Kulturgut geht, fehlt dem Journalismus über Wein daher in der Regel einfach etwas, was in anderen Bereichen selbstverständlich ist und vielleicht das Salz in der Suppe ausmacht. Außerdem verliert man natürlich seine Autorität als Kritiker, wenn man nur lobt. Euch nehme ich da ausdrücklich aus und daher höre ich euch auch so gerne zu, aber zwischen dem Buch der Lobenbergs und Vinum oder Falstaff sehe ich keinen großen Unterschied mehr.

    Natürlich würde ein anderer Journalismus erleichtert, wenn höhere Auflagen verkauft werden könnten, aber die, die gegenwärtig bereit sind, etwas für Weinjournalismus zu zahlen, können dafür nichts und, ob die Bande zwischen Journalisten und Winzern dann wirklich aufgebrochen würden, wage ich zu bezweifeln.

    Ich muss auch immer lächeln, wenn ein Wein mit 99 Punkten von Luca Maroni beworben wird, aber der Erfolg gibt ihm vielleicht recht – zumindest scheinen auch Suckling & Co. sich verstärkt als Marketinghelfer zu verstehen und die Superlative nehmen auch im deutschsprachigen Raum von Jahr zu Jahr mehr zu. Entweder sind also die Weine in den letzten 10 Jahren deutlich besser geworden oder die Punkte sitzen lockerer. Persönlich glaube ich nicht, dass eine Grünlack Spätlese früher 100 Punkte hätte erhalten können. Mir scheint es daher leider so, als würde Signore Maroni schon heftig nachgeeifert.

    Viele Grüße

    Tobias

    1. Lieber Tobias,

      Gianfranco Fino ist ja auch der Primitivo-Magier, Du erinnerst Dich? Den hatten wir damals auch mit aufgelistet (allerdings gesagt, dass das in D nicht funzt, dazu hat Primitivo einfach zu sehr den Süß-Ruf). Da ist der Gianfranco auf einer Linie mit dem Romano und dem Bepi, die ja auch beide gegen den Strich in ihren Amarones unter 4 Gramm Restzucker bleiben. Magier! Die musst Du immer aus der Rechnung rausnehmen.
      Über Vipino kann ich wenig sagen. Wenn ich auf die Produktseite vom ‚ES‘ gehe, steht da eine Nutzermeinung, zu einem anderen über 20 Euro keine und zum dritten eine Ein-Stern-Bwertung und drei Mal 5 Sterne. Ist zu wenig für eine ernsthafte Analyse. Wenn ich unernsthaft bin, schaue ich mir die drei 5-Sterner an und lese: 26.02.2021 Herrlich! Ein Wein für besondere Anlässe; 14.02.2021 Außergewöhnlicher Wein für besondere Anlässe oder einfach nur zum Genießen!; 23.01.2021 Eine gute Empfehlung für gemütliche Abende
      Zufällig alle in die gleiche Textbausteinkiste gegriffen, oder ist da einer dieser Dienstleister am Werk? Ich unterstelle nichts und warne trotzdem…

      Ja, der Journalismus, das ist ein Thema, das wir mal angefangen haben und dessen Fortsetzung seit zwei Jahren überfällig ist. Machen wir noch mal. Maroni sowieso. Die, die zu zahlen bereit sind, können in der Tat nichts dafür, dass sie so wenige sind. Wenn ich sage: jede Gesellschaft (oder Untergruppe, hier Weinliebhaber) kriegt den Journalismus, den sie verdient, nimmt das ein paar Leute in Sippenhaft, die das nicht verdienen. Das stimmt.
      Und wieder ja, die Punkte sitzen definitiv lockerer. Grünlack mit 100 Punkten fände ich unter Umständen nicht schlimm, das kommt auf die Frage an, wofür 100 Punkte stehen (auch ein Thema auf der Blindflug-Liste).
      Uns wird so schnell nicht langweilig…
      cheers
      Felix

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