Weinschule: Die Startseite der Webweinschule

Vorhang auf für die Weinschule!

Letzten Freitag ging mein neues Projekt online. Eine Weinschule im Internet – die Webweinschule. Gefühlte hundert Jahre bin ich mit dem Gedanken schwanger gegangen. Seit ich meiner Weinliebe fröne, begegne ich ständig Menschen, die mir erzählen, sie tränken eigentlich sehr gerne Wein, hätten aber leider keine Ahnung davon. Ein wenig Weinwissen wollten sie sich wohl aneignen, wissbegierig genug ein Buch darüber zu lesen seien sie dann aber auch wieder nicht, führt diese Spezies gerne aus. Und neulich bei dieser Weinverkostung im örtlichen Weingeschäft sei das zwar sehr spannend aber irgendwie auch etwas überkandidelt gewesen.

Es muss doch möglich sein Wein mit einfachen Worten so zu erklären, dass sich totale Laien informiert und unterhalten aber nicht bevormundet fühlen. Dessen war ich mir immer sicher und nachdem ich Äonen darüber nachgedacht hatte, meinte ich sogar eine Idee zu haben, wie das geht: eine Weinschule im Internet mit kurzen Videos. Letzten Herbst war sie dann da, die Gelegenheit aus Gedankenspielen Taten werden zu lassen. Als mir dann sogar meine sehr viel bessere Hälfte gut zuredete, ging ich es einfach an.

Die Webweinschule ist ein Online-Videokurs für Menschen, die keine Ahnung von Wein haben aber nach ersten positiven Erfahrungen mit leckerem Stoff das Bedürfnis verspüren mehr über Wein zu erfahren. Der durchschnittliche Leser dieses Blogs dürfte nur äußerst selten neues in den Videos erfahren, der durchschnittliche Zuschauer der Weinschule findet dieses Blog vermutlich überkandidelt – trotz aller Bemühungen meinerseits es mit Weinsprache und -snobismus hier nicht zu übertreiben. Also werde ich die beiden Projekte auf Dauer nicht vermischen.

Weinschule – Starthilfe willkommen

Zum Start will ich aber ein bisschen trommeln: Sie, liebe Leser, haben doch bestimmt alle eine Menge Bekannte, die ebenfalls wenig Ahnung mit moderater Neugierde zum Thema Wein kombinieren? Erzählen Sie denen doch von der Weinschule. Und wenn Sie sich über die Jahre hier gut unterhalten fühlten, dann mögen Sie sich vielleicht mit einem Gefallen revanchieren? Vielleicht besuchen Sie ja die Facebookseite der Webweinschule und klicken dort ‚Gefällt mir‘ oder abonnieren sogar den zugehörigen YouTube-Channel?

Lob, Kritik und Verbesserungsvorschläge sind herzlich willkommen. und wenn Sie beruflich mit Wein zu tun haben und Anknüpfungspunkte für eine Kooperation sehen: kontaktieren Sie mich. Die Weinschule ist ein kommerzielles Projekt. Auch wenn meine Mitstreiter und ich erst einmal das Produkt bauen und die Implementierung verschiedener Geschäftsmodelle etwas später kommt, soll das schon bald ein vollwertiges Unternehmen werden.

Eine Launch-Party (wie das neudeutsch heißt) gab es noch nicht. Den Start feierte ich bisher nur im kleinsten denkbaren Kreis, mit der Ehefrau, die meinen Weinabenteuern so unsagbar großmütig und unterstützend gegenüber steht und der ich gar nicht genug danken kann. Dafür orientierte sich die Wahl des Getränks denn auch an ihren Vorlieben. Rosé-Sekt sollte es sein. Wie gut, dass gerade Nachschub eingetroffen ist.

Solter Sekt RoséSolter, Brut Rosé, ohne Jahrgang, Deutscher Sekt, Rheingau. Der Sekt ist in der Nase von Röstaromen dominiert, ein bisschen Zitrus, ein bisschen Himbeere aber vor allem Brotkruste. Am Gaumen ist der Rosé ganz anders, hier dominiert die Himbeere, volle, süße Frucht (aber kein süßer Sekt, er wirkt nicht zuckrig), deutliche Säure und ziemlich feine Perlage. Das ist vor allem lecker, so wie der Durchschnittstrinker (und ich) Rosé mag. Der Abgang ist sehr lang und von Frucht und Säure getragen. Party-Stoff!

Hier geht es zur Website der Webweinschule.

4 Gedanken zu „Vorhang auf für die Weinschule!“

  1. Nur für’s Protokoll: der „einfache Lagenriesling“ von Emrich-Schönleber, dessen Erwerb in diesem Artikel so bedauert wird, hat in aller Regel schon eine Qualität, die über dem steht, was viele andere Weingüter als GG verkaufen. Das GG von ES aus dem Halenberg zählt in den besten Jahren zur absoluten Spitze an trockenem Riesling in Deutschland. Probieren Sie mal 2004 oder (in ein bis zwei Jahren) 2010. Geht nur anders, aber nicht besser!

Kommentar verfassen