gebraute Soda und alkoholfreier Sekt

Blindflug Folge 18: gebrautes Soda und gute Vorsätze

Zweite alkoholfreie Runde zum Jahresstart. Sascha scheitert mit alkoholfreiem Sekt und Felix spendiert ‘ne Limo…

soda brewery grapefruit

Immer noch Januar, also immer noch Abstinenz: Felix schenkt Sascha aber keinen weiteren entalkoholisierten Wein ein, sondern eine gebraute Limonade von weit her. Das Produkt hat keinen echten Namen, aber immerhin lässt sich der Hersteller genau Bezeichnen: Soda Brewery aus Neuseeland. Sascha steuert im Blindflug in die völlig falsche Ecke, aber hey: wer kann sich schon Limo-Experte nennen?

Baron de Chanteclerc alkoholfreier Sekt

Sascha hat klangvolle, französische, alkholfreie Bubbles besorgt. Doch der Baron de Chanteclerc, ist alles andere als adelig. Unmittelbar nach dem Öffnen riecht er nach Tomatensaft und konvertiert in der Nase dann zügig Richtung Gülle. Am Ende kann dann der sehr trockene Geschmack nicht für das gruselige Bukett entschädigen und Sascha und Felix trinken die schwarzen Gläser lieber nicht aus.

Viel Spaß bei der neuen Episode unseres Wein-Podcasts.

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5 Gedanken zu „Blindflug Folge 18: gebrautes Soda und gute Vorsätze“

  1. Ihr Lieben,
    ich freue mich über jede neue Folge Blindflug und nun besonders auf die nächste Folge mit Wein. Für mich gilt eigentlich auch: entweder ich trinke Wein oder Saft, Wasser, Limonade, Tee -trotzdem biete ich Gästen auch häufig eine alkoholfreie Alternative an; besonders zum Anstoßen bei einer Feier. Wir haben vor einigen Jahren das “Träublein” von Schloss Vaux im Rheingau als gute Alternative entdeckt, die auch Kindern schmeckt, aber auch bei Erwachsenen sehr gut ankommt.
    Liebe Grüße und bis zur nächsten Folge Blindflug!
    Andrea

    1. Also für mich war das jetzt auch der erste Versuch mit entalkoholisiertem Wein und ich bin nicht zum Fan geworden. Das Träublein behalte ich mal für nächstes Jahr im Hinterkopf – wenngleich Sascha mich die ganze Zeit bequatscht, wir sollten für nächstes Jahr lieber im Dezember ausreichend Folgen mit Wein vorproduzieren…

  2. Puh, zum Glück ist der Januar rum. Ich hab den Februar mit einem Bone-Dry-Riesling von von Buhl begrüßt und hoffe Ihr hattet auch schon was gescheites im Glas.

    Was das Thema angeht, dass alles böse wird sobald es groß wird so ist das natürlich Quatsch auch wenn es keineswegs selten vorkommt. Gerade bei Bier war das oft genug der Fall. Deutsche Großbrauereien (von sowas wie Anheuser-Busch ganz zu schweigen) haben kleinere geschluckt und danach gemeint, dass es wohl ausreichen dürfte ein uniformes Bier zu produzieren was belanglos und bei allen gleich schmeckt. Vergleicht man den Alkoholgehalt und die Stammwürze der Pils-Biere von Krombacher, Veltins und Bitburger so bestehen hier fast keine Unterschiede und das trifft auch auf den Geschmack zu. So gesehen finde ich es oft amüsant, wenn so mancher Biertrinker im Freundeskreis meint Veltins trinke er nicht, das schmecke nicht aber Krombacher schon, während ich mir sicher bin, dass die entsprechenden Personen in einer Blindverkostung die bevorzugte Marke nicht erkennen würden weil die Unterschiede marginal sind.
    Ich braue übrigens selbst zweimal im Jahr gemeinsam mit anderen Freunden Bier und wie wir feststellen durften, hat es schon seinen Grund warum Braumeister ein Lehrberuf ist, denn die ersten eigenen Biere waren eine rechte Plörre und haben wie gehopftes Wasser mit viel Alkohol geschmeckt, aber wie heißt es so schön: “Übung macht den Meister.” Mittlerweile haben wir es jedenfalls raus und im Zuge der wachsenden Erfahrung auch gemerkt welches Potential in dem Getränk steckt und was man alles aus Bier herausholen kann und damit wurde uns auch klar wie viel Potential Großhersteller meist nicht nutzen. Ich bin jedenfalls sehr dankbar für die Craftbeer-Welle, denn auch die Großen müssen sich seitdem wieder mehr Mühe geben und haben ihre Produktpaletten in den letzten Jahren doch massiv erweitert.

    Was nun die Sache mit der Wertschätzung angeht kann ich nur sagen, dass ich solche Leute auch kenne die alle in Geld aufwiegen, aber ich denke auch, dass es darum nicht geht. Es geht um die Wertschätzung die der Schenkende oder eben der, der eine Flasche Wein mitbringt der Flasche beimisst. Wenn ich irgendwo einen 5-Euro-Wein gekauft habe und ich bin der Meinung, dass diese Flasche absolut großartig ist und meine Freunde (oder jedenfalls die davon, die Wein mögen) den unbedingt probieren sollten, weil er so großartig ist, dann ist der Preis egal. Finde ich nun einen 500-Euro-Wein so toll, dass bestimmte Leute die ich mag den unbedingt probieren sollten, sollte man ebenso nicht auf die 500 Euro achten sondern daran denken, dass derjenige die Flasche die er mitgebracht hat sie vielleicht auch einfach mit einem netten Menschen genießen will dem dieser Wein gefallen könnte, nicht wegen der 500 Euro (klar gibts Leute die jeden Mist trinken würden so lange er teuer war) sondern weil es vermutlich ein toller Wein ist oder der der den Wein mitbringt den tollen Moment des Öffnens und Trinkens so einer Flasche mit jemandem gemeinsam erleben möchte.

    Ich war übrigens vor einiger Zeit so wahnsinnig mir selbst ein paar Rebflächen zu kaufen und ich bringe auch regelmäßig mal einen Wein mit, der auf einer davon gewachsen ist. Die Flaschen kosten zwischen 7,50 und 15 Euro und sind damit eher günstig und objektiv betrachtet weiß ich auch das es kein Spitzenprodukt ist sondern eher solide Basisqualität. Aber für mich sind diese Weine einfach was ganz besonderes und ich messe Ihnen ganz persönlich viel Wert bei und das wissen auch alle die, die davon hin und wieder einen bekommen. Ich meine ich mache den Wein nicht selbst (habe ich auch gar keine Zeit für und selbst wenn, sind die Flächen dafür auch ein wenig zu weit weg von meinem Wohnort), sondern kassiere nur “Flüssigpacht” aber es ist emotional einfach toll zu wissen, dass er von meinen Weinstöcken auf meinem Grund und Boden kommt und da ist es egal ob es sich dabei um Wein aus einer Toplage im Burgund handelt oder um eine Durchschnittslage an der Mosel, es geht darum was ich dem Wein zumesse und warum ich möchte, dass bestimmte Personen mit mir einen davon gemeinsam genießen.

    Ansonsten wieder auch ohne Alkohol amüsant Euch zu hören und ich freue mich schon wieder auf die nächste Folge!

    Grüße

    Alex

  3. Hallo Felix.

    Sowohl, als auch. Ich habe mich schon vor längerer Zeit rein spaßeshalber bei der Mosel-Weinberg AG eingekauft, als Rendite gibts jedes Jahr ein paar Flaschen Wein und einen ordentlichen Rabatt auf Nachkäufe. (Nein, nicht vergleichbar mit einer Rebstockpatenschaft wo man im Verhältnis gesehen eine Unsumme für zwei Flaschen Wein im Jahr zahlt und das ganze nach ein paar Jahren ausläuft. Ich bekomme meinen Wein lebenslang und nach mir meine Erben). Die Lagen aus denen der Wein hier stammt sind das Petersborner Kabertchen, Großlage Schwarze Katz in Zell und Steinberger in Filzen, Großlage Scharzberg.

    Davon abgesehen habe ich mir (so richtig mit Boden) eine kleine Fläche Weißburgunder gekauft (Reiler Falklay, in Reil, Großlage Heißer Stein) und eine größere Fläche im Moment noch brachliegenden Weinberg im Anbaugebiet Württemberg (Hohenberg manchmal auch als Hoher Berg zu lesen in Ingelfingen, Großlage Kocherberg).
    Für letzteren hoffe ich irgendwann noch wen zu finden, der den bewirtschaften will, wird aber noch dauern, da es da gegenwärtig noch einen Bewirtschaftungsvertrag mit einem Ziegenbauern gibt, der erst auslaufen muss bevor da was passieren kann (sorgt wenigstens auch dafür das die Fläche nicht verwildert) und zudem habe ich etwas bedenken, weil es eine Steillage ist, die Maschineneinsatz weitgehend ausschließt und württemberger Weinbauern primär darauf zu stehen scheinen flache vollerntertaugliche Lagen zu bewirtschaften und den Wein anschließend bei einer Genossenschaft abzuliefern.
    Wenn ich niemanden finde ists aber auch kein Weltuntergang, denn ich hab die Fläche sehr günstig von einem altern Ehepaar bekommen, dass sich nicht mehr darum kümmern konnte und immerhin ist auch ein ganz nettes Weinbergshäuschen mit darauf.
    Die Fläche in Reil habe ich an einen Belgier verpachtet, der früher schon in Belgien Winzer war, nun einen Biobauernhof an der Mosel aufgebaut hat und den Wein weitgehend an die Gastronomie in Belgien und Frankreich verkauft, weil die meisten deutschen Weinkonsumenten nicht bereit seien den Arbeitsaufwand einer guten Flasche Wein ordentlich monetär zu würdigen, wie er sagt.

    Grüße

    Alex

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